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Welche Chancen bietet die künstlichen Intelligenz im Energiesektor?

Die wichtigsten Vorteile, Herausforderungen und Lösungsansätze.

Künstliche Intelligenz im Energiesektor

Über 80 % der Führungskräfte im Energiesektor erwarten einen grossen Impact durch künstliche Intelligenz (KI) – aber nur knapp mehr als 20 % haben eine klare Strategie dazu. Es wird erwartet, dass die «KI-Revolution» ein vergleichbares Disruptionspotenzial hat, wie die Einführung des Internets vor 20 Jahren. Unternehmen müssen verstehen, wo KI einen klaren Beitrag leisten kann und wie dadurch die Strategie, Prozesse sowie die Organisation weiterentwickelt werden müssen.

Ende 2021 organisierte hpo einen Roundtable mit Vertretern des Schweizer Energiesektors (Alpiq, AXPO, Energie360, IWB und weiteren). Die Teilnehmenden bestätigen die eingangs genannten Zahlen: Das erwartete Potenzial von KI ist sehr gross – es fehlt jedoch an konkreten Ideen und Plänen, wie die damit verbundenen Chancen genutzt werden können.


Unternehmen müssen das Thema von einer strategischen Perspektive betrachten und systematisch Elemente in der Wertschöpfung identifizieren, die von KI verändert werden und profitieren können. KI hat Anwendungsmöglichkeiten in allen Bereichen des Energiesektors: in der Produktion, im Vertrieb, im Handel, im Unterhalt sowie in der Entwicklung neuer Leistungsangebote und Produkte. Anwendungsbeispiele dazu sind beispielsweise Netzleitstellen der Zukunft, Steuerung und Bewirtschaftung dezentraler Stromspeicher, zuverlässigere und langfristigere Prognosemodelle, Reduktion von Energiespitzen und die Gestaltung von Verkaufs- und Handelsplattformen. Durch die Automatisierung von Prozessen und den Einsatz von KI können Kompetenzen im Unternehmen verlagert und strategisch weiterentwickelt werden.


Der Energiesektor sieht sich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert:


  • Demografischer Wandel: Langjährige Mitarbeitende gehen nach 20 bis 30 Jahren in den Ruhestand. Neue Mitarbeitende bleiben deutlich weniger lange.
  • Wachsende Komplexität: Die Energiesysteme der Zukunft werden zunehmend komplexer und verknüpfter (dezentrale Stromproduktion [Wind, PV], Elektromobilität, Verbrauchsgemeinschaften, Quartiersspeicher etc.).
  • Kostendruck: Die eingesetzte Infrastruktur ist kapitalintensiv und Handlungsbedarf gibt es auch unabhängig von der seit Jahren diskutierten Marktliberalisierung.


Die Veränderungen im Energiemarkt werden in den nächsten Jahren zunehmen und Unternehmen müssen sich proaktiv damit auseinandersetzen und sicherstellen, dass sie wettbewerbsfähig bleiben. Hier geht es nicht nur um die Gewährleistung der Versorgungssicherheit, sondern auch um den langfristigen Unternehmenserfolg.


KI ist keine Science-Fiction, sondern eine radikale Form der Automatisierung

Künstliche Intelligenz als Teilgebiet der Informatik befasst sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen. Das Konzept von KI bezieht sich auf Daten, Datenmodelle und darauf basierte lernende Modelle. Bei zunehmenden Datenmengen können Muster und Gesetzmässigkeiten laufend in lernenden Systemen besser identifiziert werden und als Basis für neue Lösungen dienen. Komplexe Aufgaben werden sicherer, schneller und günstiger gelöst, das Leistungsangebot wird erweitert, die Wertschöpfung wird automatisiert, die Qualität des Angebots verbessert und die Effizienz gesteigert.


Herausforderungen in der Umsetzung

  • KI und neue Modelle bedingen einen grossen Handlungsbedarf und eine entsprechende Veränderungsbereitschaft. Der Unternehmenskultur fehlt es oft an internem «Unternehmertum», um Chancen gewinnbringend anzugehen. Die nötigen Veränderungen gehen weit über inkrementelle Veränderungen hinaus.
  • Relevante Kompetenzen für die Implementierung und Anwendung von KI müssen systematisch in den Unternehmen aufgebaut werden.
  • Falsch eingesetzt erhöht KI die Komplexität, anstelle sie zu reduzieren. KI ist noch kein «Plug and Play».
  • Themen wie Datenschutz und -besitz werden oft als Hürde wahrgenommen. Die Position des Unternehmens hierzu muss klar adressiert werden, damit zukünftige Entwicklungen nicht frühzeitig abgeklemmt werden.


Ganzheitliches Unternehmensdesign zeigt den Innovationsbedarf klar auf und ermöglicht eine schlüssige Strategie

Unternehmen benötigen einen ganzheitlichen Lösungsansatz zur Implementierung von KI. Der hpo Ansatz hat sich bei der Integration neuer Technologien und Methoden seit Jahren bewährt.


  1. Beurteilung und Einschätzung der Ausgangslage. Systematische Analyse der Wertschöpfungskette und der Organisation betreffend spezifischen Potenzialen der KI.
  2. Klärung der Marktpositionierung mittels eines präzisen Branchenmodells als Basis für die Strategie, inklusive Geschäftsprozessmodell und Organisation.
  3. Aufzeigen der kundenrelevanten Zusammenhänge und Abhängigkeiten mittels Innovationsarchitektur und ihren differenzierenden Elementen.
  4. Ableitung der Massnahmen und Identifizierung der richtigen Kombination von Innovationsaktivitäten. Sicherstellung der Umsetzung und Anpassung der Abläufe, Führung und Unternehmenskultur zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.


Innovation muss als integraler Bestandteil der Strategie betrachtet werden, damit Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig erhalten und ausbauen können. Alle Aktivitäten im Unternehmen müssen anhand ihres Wertbeitrages für die Kundin oder den Kunden ausgerichtet werden. Governance, Datenschutz und Compliance müssen intrinsisch sichergestellt werden. Durch eine systematische Operationalisierung neuer Produkte und Geschäftsmodelle, eine Verankerung in der Organisation sowie eine strategische und operative Wirkungskontrolle schaffen Unternehmen die Basis einer lernenden Organisation.


Schlussfolgerung

KI birgt ein grosses Potenzial und es ist eine Frage der Zeit, bis die «Revolution» erste Auswirkungen in der Wirtschaft zeigt. Unternehmen brauchen einen systematischen Ansatz, um ressourceneffizient einen Wertbeitrag durch KI erreichen zu können. Dazu braucht es keine kurzfristigen Brainstorming-Sessions, sondern ein tiefes und langfristiges Verständnis über bevorstehende Branchenveränderungen sowie die Marktleistungsarchitektur gegenüber bestehenden und neuen Kundinnen und Kunden.


hpo hilft Unternehmen, ihren Weg in die Zukunft zu navigieren und schafft somit die Voraussetzung für Hochleistungsorganisationen von morgen. Kontaktieren Sie uns direkt für einen unverbindlichen Austausch.

Tobias Pforr

Tobias Pforr

Senior Expert Innovation

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Wer ist hpo?


hpo macht Unternehmen erfolgreicher und innovativer. Die Strategieberatung für Unternehmensdesign verfügt über 25 Jahre branchenübergreifende Erfahrung in der Gestaltung von Strategien und Organisationen. Die Management Consultants von hpo sind spezialisiert, Strategie, Geschäftsprozesse, Geschäftsmodelle, Innovation und Kultur akkurat zu entwickeln, und die Transformation zu begleiten.


Der hpo Unternehmensdesign-Ansatz ermöglicht Unternehmen, strategische und organisatorische Herausforderungen besser zu meistern und substanzielle Wettbewerbsvorteile zu realisieren. Grundlage des branchenübergreifenden hpo Unternehmensdesign-Ansatzes ist eine wissenschaftlich fundierte Methodik, mit der Hochleistungsorganisationen gestaltet werden und die mit neuesten Erkenntnissen aus Forschung und Praxis laufend weiterentwickelt wird.


Die Management Consultants von hpo bringen einen wirtschaftlichen oder technischen Hintergrund mit. Sie überzeugen durch hohe analytische und emotionale Intelligenz. Mit Leidenschaft setzen sie sich für die Anliegen ihrer Kunden ein und arbeiten gerne teamorientiert.


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